50 Jahre Priesterjubiläum, davon 25 Jahre als Höchenschwander und Häuserner Pfarrer - das fanden die Bürgermeister Sebastian Stiegeler und Thomas Kaiser der beiden Gemeinden mit den Gemeindeteams, voran Stiftungsrat Siegfried Vogelbacher, sei ein Grund ihren Pfarrer und Ehrenbürger Ivan Hoyanic zu ehren.
Das Kirchenpatrozinium St. Michael in Höchenschwand, fanden sie, sei dafür der richtige Rahmen. Pfarrer Hoyanic blieb ahnungslos bis nach dem Festgottesdienst und nach der Prozession. Stattdessen fuhr er mit der offiziellen Zeremonie fort, begrüßte die vielen Gläubigen, Ministranten, Vereine, auch aus Häusern sowie die beiden Kirchenchöre St. Michael und St. Fridolin in der voll besetzten Kirche.
Erst als Stiftungsrat Siegfried Vogelbacher ans Rednerpult trat und die Menschen zum weltlichen Teil in das Pfarrzentrum einlud, machte dieser zudem deutlich: Es sei kein Zufall, dass auch die Häuserner Bürger so zahlreich anwesend seien. „Im Jahr 2000 kamen sie nach Höchenschwand“, sagte Bürgermeister Thomas Kaiser, „und übernahmen unsere beiden Pfarreien“.
Wenn wir auf die 25 Jahre zurückblicken, sind wir dankbar, dass sie da sind und wir noch einen Pfarrer haben, der jeden Sonntag Gottesdienst abhält. „Und in ihrem Alter könnten sie auch etwas langsamer dem Herrn dienen“, appellierte er an ihn. Die Ehrenbürgerschaft und der Bau des Pfarrzentrums sowie den von ihm ins Leben gerufene Fridolinsempfang sage viel aus und „wir hoffen, dass sie in diesem Zuhause auch ihren teilweise bevorstehenden Ruhestand verbringen und den Höchenschwandern und Häuserner Gläubigen als Pfarrer erhalten bleiben“. Er machte deutlich: „Wir lassen sie nicht gehen". „Sehr beliebt, menschlich sehr geschätzt, leben sie den Glauben vor. Wer ihre zahlreichen Aktivitäten und den rastlosen Geist kennt, vermag kaum glauben, dass man dies 50 Jahre durchhält, die Hälfte davon am Kaiserstuhl und von dort in den Hochschwarzwald auf 1100 Meter. Ihnen gehören das Herz und die Zuneigung der vielen Menschen, die in ihre Kirche kommen. Weit darüber hinaus genießen sie Respekt und Anerkennung für ihren Einsatz, der alle Christen in den beiden Gemeinden erreicht“. Bürgermeister Stiegeler erklärte in seiner kurzen Ansprache: „Als einstiger Oberministrant in meiner früheren Heimat Grafenhausen, wisse er von den vielen Terminen des Pfarrers“. Bei Pfarrer Hoyanic laufe immer etwas. Es sei großartig, was er vor Ort mache.
Er bedankte sich bei ihm, auch Mesner Gerold Schmidt schloss sich dem Dank an. Ganz spontan bat Bürgermeister Thomas Kaiser zum Schluss die Oberministranten Christoph Rogg, Felix Ganzmann, Maximilian Kaiser etwas zu Pfarrer Hoyanic zu sagen. Pfarrer Hoyanic sei ein Unikat, meinte Christoph Rogg, er verstehe es wie kein anderer, die Menschen für den Kirchgang zu bewegen. Alle drei Ministranten waren sich darüber hinaus einig, dass die Ausflüge mit Pfarrer Hoyanic und den anderen Ministranten unschlagbar waren. Sie bedankten sich bei ihm.
Aber auch Hoyanic nahm eine Ehrung vor: Das Ehepaar Mertens sei seit 35 Jahren als Kommunionhelfer tätig, verdeutlichte er.